Journal de Morges - 25.03.2003
Die Kiwaniser aus Morges schenken weiter
Gabe für die Organspende

Von links nach rechts:
der Präsident des Clubs Kiwanis von Morges, Hr. Marcel Nicolas, Hr. Charles Favre, Präsident der Stiftung "Weiterschenken" Fr. Pascale Baer-Lilla, Gründerin und Direktorin des Büros der Stiftung "Weiterschenken" und Hr. Ricardo Comte von Kiwanis Morges, Sozial-Aktionen
Zum zweiten Mal hintereinander hat der Kiwanis-Club aus Morges einen Äpfel-Verkauf – aus der eigenen Produktion eines seiner Mitgliedern, Jean-Marc Thury – während der regionalen Messe Morgexpo organisiert. Die 419 Kiwaniser haben sich sehr in dieser Aktion eingesetzt, hebt gern der Präsident Marcel Nicolas hervor. Am 12. März hat Marcel Nicolas, von Jean-Ricardo Comte unterstützt, der für die Sozialaktionen verantwortlich ist, den Umsatz dieser Aktion (5'000 Fr.) an die Stiftung Weiterschenken gegeben, die sich zu Gunsten der Organspende einsetzt. Sie war durch ihre Direktorin-Gründerin, Pascale Baer-Lilla, und durch seinen Präsidenten, den Nationalrat Charles Favre vertreten
„Weiterschenken ist eine junge Stiftung, da sie am 14. Oktober 2002 gegründet wurde“, hat Charles Favre erklärt. Ihr Ziel ist eine magnetische Karte für die Personen, die Organspender/innen sein oder nicht sein möchten, zu fördern. Die Daten dieser Karten werden in einem informatisierten Register aufgenommen. Beim Konsultieren dieses Registers werden die Ärzte vor einem klinisch toten Patienten wissen, ob er akzeptiert hatte, Organspender zu sein oder nicht, und eventuell mit welchen Organen, die man ihm entnimmt, er einverstanden war..
Denn es ist nicht einfach für eine Familie, die sich unter Schockzustand befindet, in einigen Minuten einen so wichtigen Entscheid zu treffen.
Diesen Entscheid traf Pascale Baer-Lilla am 6. Januar 2002, als ihr 18-jähriger Sohn Denis in einem Verkehrsunfall starb. Er hatte sich für die Organspende bereit erklärt. Seine Grosszügigkeit hat sieben Personen ermöglicht, ein neues Leben zu beginnen.
Wenn man weiss, dass 80% der befragten Personen sich zu Gunsten der Organspende erklären, und dass nur 10% eine Spenderkarte besitzen, versteht man, dass eine riesige Informationsarbeit noch zu tun bleibt. Eine Arbeit, die an Ort und Stelle gemacht werden muss, insistiert Charles Favre. So will Weiterschenken Persönlichkeiten anwerben, um ihre Aktion zu unterstützen. In einem ersten Schritt haben renommierte Sportler geholfen, einen Kalender zu editieren. Denn das Spenderdefizit ist ganz gross. In 2001 gab es in der Schweiz 1030 Patienten auf der Warteliste. 424 Organe wurden transplantiert, die von 95 Spendern entnommen wurden. 32 Patienten, die auf der Warteliste eingeschrieben waren, sind gestorben, weil sie das Organ, das ihr Leben hätte retten können, nicht erhalten haben.
Charles Favre weist darauf hin, dass die Kommission für die Sozialsicherheit und für die öffentliche Gesundheit beim Nationalrat ein Gesetzprojekt am studieren ist, das die Praktik betreffend der Organspende in der Schweiz zu uniformieren strebt. Sie strebt nach einer grösseren Liberalisierung der Entnahmen.

Alle potentiellen Spenderorgane in einer informatisierten Datenbank zu zählen, ist das Ziel, das die Stiftung Weiterschenken verfolgt. Wenn Sie Ihre Organe spenden, werden Sie nachher nicht mehr tot sein als vorher. Und Sie werden die posthume Zufriedenheit haben, eine gute Tat gemacht zu haben. Eine mehr, wenn man Sie kennt….
Stiftung Weiterschenken, Postfach 90, 1816 Chailly-sur-Montreux, Tel. 021 964 19 15 Fax 021/964.19.26 Gaben: Stiftung Weiterschenken, Banca del Gottardo Lausanne, Konto-Nr. CD 648 949.02, clearing 8613 CCP 69-6966-7