La Région
No 31 du 5 september 2003
Saint-Ursanne – 6 September

Nationaler Tag der Organspende

Morgen, Samstag der 6. September, wird der Nationale Tag der Organspende statt-finden, der insbesondere durch die Stiftung „Weiterschenken“, Swisstransplant und „Les As de Coeur“ vorbereitet wurde.

In Saint-Ursanne werden Chantal Lapaire (Physiotherapeut und Antenne aus dem Jura von der Stiftung „Weiterschenken“) und Corinne Petignat Berdat (Pedicure), verantwortlich für das „Centre le Doubs Santé“ aktiv teilnehmen, für ein wesentliches unformelles Ziel. Eine Animation, die die Unterstützung und Hilfe von etwa zehn Freiwilligen, Behörden und Gemeinde-Personal gebraucht hat.
Das Besitzen einer Karte als Organspender und vor allem diese auf sich tragen, ist es in erster Linie anzuerkennen, dass wir alle betroffen sind. Die Notwendigkeit einer Transplantation, Synonym des Überlebens, kann plötzlich ohne Voranmeldung jedem von uns brutal vorkommen. Es ist, um die Aspirationen von jenen, die bereit sind zu spenden, und von jenen, die bereit sind zu empfangen, sich besser treffen zu können, für das ist die Stiftung „Weiterschenken“ in Oktober 2002 geboren. Sie wurde von Pascale Lilla und ihrem Sohn Guy gegründet, die Mutter und der Bruder von Denis, der bei einem Autounfall gestorben ist, und der sich seit langem zugunsten von Organspende geäussert hatte. „Weiterschenken“ hat sich die Verteilung einer Organspender-Karte auf Schweizer Niveau als Ziel fixiert, deren Daten in ein informatisiertes Register aufgenommen werden, und gleichzeitig die Promotion der Organspende zu intensivieren.
Bis heute sind die potentiellen Spender in unserem Land in keinem Register eingeschrieben. Das heisst, dass auch wenn jemand seine Spenderkarte auf sich trägt, ist im Fall eines plötzlichen Todes die Entscheidung der Familie, die Vortritt hat. Zudem ist die Spenderanzahl in unserem Land besonders niedrig. Im 2002 gab es nur 75 Spender, d.h. 10,4 Personen für eine Million Einwohner, gegen 1137 Patienten, die auf einer Warteliste eingeschrieben sind. 52 Personen sind wegen Spendenmangel gestorben.
Die Gründer des « Weiterschenken » sind überzeugt, dass eine bessere Information über die Organspende, indem man vor allem das Akzent eher auf den Spender als auf den Empfänger stellt, diese Situation verbessern könnte. Jeder von uns hat 20 mal mehr Chancen, Empfänger zu werden als das Risiko einzugehen, Spender zu werden. Morgen in Saint-Ursanne wartet man auf ein zahlreiches Publikum. Jeder wird vor allem die Möglichkeit haben, sich zu informieren, Auskünfte zu holen, bevor er bei vollen Kenntnissen, die Entscheidung treffen kann, ob er Spender werden will oder nicht.
Um diesen Tag noch attraktiver werden zu lassen, haben die Verantwortlichen auf die Animation gesetzt. Ein „Lebensbaum“, ohne seine Blätter, wird wieder ins Leben gerufen, eben durch diese Einschreibungszetteln, eine Art Organspende-Verspre-chen, welche die anwesenden Personen auf seine Äste aufhängen werden. Das Ziel ist, dass dieser Baum am meisten „Blätter“ bekommt. Eine besondere Art, um über ein ernsthaftes Problem zu sprechen, um allen die uns angebotenen Möglichkeiten kennen zu lassen, oder bei einem plötzlichen Tod – manchmal dramatisch – einer geliebten Person, ein oder mehrere Leben zu retten. (A.C.)