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Le Régional - 29. November 2002 - No 188
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Um nicht für nichts zu sterben!
Der Tod von einem Verwandten, ob durch Unfall oder durch Krankheit, ist ein unglaublicher Schmerz. Jedoch kann dieser Tod manchmal Leben retten oder anderen leidenden Personen, eine neue Geburt bringen. Unter der Bedingung, dass man seine Organe spendet. |
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| Wie kann man begreifen, dass ein Herz, das in einem Körper schlägt, dessen Hirn gerade explodiert ist, in einem anderen Körper weiterschlagen könnte? Wie kann man sich vorstellen, dass eine Niere in einem Körper, der nicht mehr lebt, jemanden von seiner wöchentlichen Dialyse erleichtern kann? Wie kann man vor dem Schmerz des Verlustes, von denen die man liebt, eine Entnahme von einem Teil dessen Menschen ins Auge fassen? Vor dem Tod ist jede Situation schmerzhaft. Manchmal bis zur Grenze des Erträglichen oder der Verrücktheit. Aber jedoch leiden andere Menschen um uns herum in ihren Körpern. Morgen sind wir vielleicht diejenigen, die leiden werden, da das Risiko gemäss den im Juni dieses Jahres veröffentlichten Statistiken von Swisstransplant, eines Tages Organe zu brauchen, 10fach höher ist, als der Spender zu werden. Gemäss der selben Quelle hat man im 2001 nur 95 Spender gefunden, währenddessen waren auf der Warteliste 1'030 Patienten eingetragen, die auf ein Organ gewartet haben! Warum? Tatsächlich gibt es vielleicht viel mehr Spender, als man denkt. Sie sind einfach nicht bekannt. Es gibt schon eine Karte, im Kreditkarte-Format, die man in den Apotheken finden kann und die jeder ausfüllen und bei sich behalten kann. Aber ist das genügend? Die harte Realität der Sachen zeigt, dass dies nicht der Fall ist. Eine vergessene Karte, ein Verwandter, der zögert, eine fehlende Information und die Edelminuten vergehen, ohne dass man etwas machen kann. Um diese Tatsache zu ändern, hat man im letzten Oktober die Stiftung Passez le Relais (Weiterschenken) gegründet. Passez le relais (Weiterschenken) Diese Stiftung ist von Charles Favre, Arzt und Bundesrat, präsidiert. Herr Thierry Pache, Frauenarzt und Geburtshelfer, aus Lutry, ist der Vize-Präsident. Diese neue Stiftung hat als Ziel, eine informatisierte Datenbank zu kreieren, die offiziell alle Organspender zählen kann. Eine Bedingung, die als unentbehrlich beurteilt wurde, sowohl für die Wirksamkeit eines Transfers wie für die psychologische Seite der Sachen. Tatsächlich können durch eine offiziell anerkannte, individuelle Tat, die mit ganz klarem Verstand beschlossen wurde, bei den Verwandten psychologische Folgen vermieden werden, die an Zweifel, an die Moral, an der Religion oder an schnelle in einem Notstand getroffene Entscheide gebunden sind. Andererseits können für die Organe lebenswichtige Edelminuten dank des informatisierten Nachsehens gewonnen werden, welches durch das Spital gemacht wird. Dadurch kann eine mühsame Suche in den persönlichen Sachen der betroffenen Personen vermieden werden. ![]() Freiwillige Leute der Stiftung. Empfänger, die am Warten sind. Leute, die eine Transplantation erhalten haben, und Spender. (Nov. 2002) Diese Stiftung wurde durch die Initiative von Pascal Baer-Lilla und ihrem Sohn Guy gegründet. Am 6. Januar 2002 starb Denis Baer-Lilla durch einen Autounfall. Er war der Bruder von Guy. Denis war Organspender, trug seine Karte seit vielen Jahren bei sich. Dank diesen Spenden weiss man heute, dass sieben Familien wieder lernen konnten, das Leben unter besseren Aussichten zu sehen. Pascale, Mutter von Denis, ist selber auch seit 20 Jahren unter den Spendern, wollte die Stafette nehmen und weiterschenken, so dass vielleicht anderswo andere Familien, die sich in einem Drama befinden, den wartenden Leuten helfen können, indem sie die Tabus überschreiten. Aber die Ziele der Stiftung sind noch ambitiöser als einfach eine Datenbank zu kreieren. Die Idee ist, diese Karte auszubreiten, die Unterschriften von Personalitäten zu haben, die bereit sind, Aktionen zu unterstützen und jeden zu ermutigen, beizutreten. Man möchte diese Karten mittels Plakate einem grossen Publikum präsentieren. In diesem Sinn sind Debatte-, Informations- und Diskussionstage organisiert. Aber auch um durch Unterstützungsessen diese ganz junge Stiftung kennenlernen zu lassen. Das erste Essen fand am 28. November statt. Dieses Unterstützungsabendessen hatte das Ziel, den Start der Aktivitäten zu Gunsten der Organspende zu feiern und eine Debatte zu eröffnen. Es fand ab 18.30 h im Petit Palais in Montreux statt und war unter dem Zeichen Reizheit mit insbesondere der Teilname von Humor-Künstlern aus der Festival du Rire. Gegenstände der Stars (Patrick Timsit und andere) wurden versteigert. Es gab 340 Teilnehmer für dieses Relais Nr. 1. Für Adresse und Gaben: "Passez le Relais" (Weiterschenken) Pascale Baer-Lilla 11, ch. des Ecoliers 1816 Chailly-Montreux Tel. & Fax +41(0) 21 064 19 15 Natel +41 (0)79 212 02 29 www.passezlerelais.org wwwweiterschenken.org www.passthebaton.org - passareiltestimone.org info@passezlerelais.org Gaben: Banca del Gottardo Conto CD 648949.02 clearing 8613 CCP 69-6966-7 |
Diskussion mit Dr. Thierry D. Pache
Vize-Präsident der Stiftung ![]() Le Régional Sie wünschen eine auf nationales Niveau anerkannte und registrierte Datenbank. Aber die Organspende ist etwas, was sehr intim sein kann und das vertraulich bleiben sollte. Befürchten Sie nicht einen mehr oder weniger öffentlichen Zugang dieser Daten? Dr T.D.Pache Der Entscheid, eine oder alle seine Organe zu spenden, ist tatsächlich ein sehr persönlicher und intimer Entscheid. Die Vorbereitung einer Datenbank der potentiellen Spender auch von den Leuten, die die Spenden verweigern in einer zentralisierten Kartei ist unentbehrlich. Die Vertraulichkeit muss imperativ garantiert werden. Die Erfassung dieser Kartei wird durch ein Code-System überwacht, die nur mit Zugangsautorisation zu den Spitaldiensten bestimmt ist, welche in Sicht einer Transplantation direkt betroffen sind. Um Ihre Frage direkter zu beantworten, möchte ich insistieren, dass das Erstellen einer solchen Kartei vorher der Konformität des Datenschutz-Gesetzes unterbreitet wird. Le Régional Ist es wünschenswert, zum Beispiel für Eltern, jemanden anders zu kennen und leben zu sehen, der das Herz ihres Kindes erhalten hat? Präsentiert die Anonymität nicht weniger Risiken? Dr T.D. Pache Diese Frage betrifft nicht direkt die Ziele der Stiftung Passez le Relais (Weiterschenken). Unsere Arbeit beinhaltet, die freie Wahl von jedem zu respektieren und den Dialog über die Organspende zu öffnen. Was es mich betrifft, denke ich, dass nur die Spender und die Leute, die eine Transplantation erhalten haben, eine Antwort je nach individueller Erfahrung geben können. Le Régional Parallel, wenn man eine Transplantation erhalten hat, ist es wünschenswert, die Identität des Spenders und vielleicht seine Verwandte zu kennen? Dr T.D. Pache Die Leute, die eine Transplantation erhalten haben, haben andere Erwartungen als die Spender. Für gewisse Leute sind die Anonymitäts-Geheimnisse zu schwer zu ertragen und andere bevorzugen diese Situation. Etwas ist sicher: Nur die betroffenen Personen können am besten darüber sprechen und vor allem müssen wir ihnen zuhören. Le Régional Für diejenigen, die wünschen, dass die Anonymität respektiert wird; welches sind die Garantien, dass es respektiert wird, und dass niemand Zugang zur Datenbank haben wird? Dr T.D. Pache Ich glaube, dass ich diese Frage schon beantwortet habe, indem ich präzisiert habe, dass die informatisierte Datenbank im strikten Respekt des Gesetzes auf den Datenschutz mit einem Ad Hoc Codesystem ausgestellt sein muss. Die selben Betrachtungen geben die Vertraulichkeit für die pendente Empfängerliste ein. Le Régional Welches ist die Garantie, dass es kein Risiko gibt, vielleicht schneller einen klinischen Tod zu erkennen, für jemanden, der seine Organe gespendet hätte, deren Warteliste lang ist? Dr T.D. Pache Es ist wahr, dass die Zahl der Organ-Spender ganz klar ungenügend ist. Das ist einer der Gründe, wieso wir Passez le Relais gegründet haben. Unsere Stiftung ist nicht und wird nie durch die Entscheidungen im Spitalfeld betroffen sein, die der Kompetenz der Ärzte unterlegen, welche mit der Realität konfrontiert werden. Diese Ärzte arbeiten immer in Multidisziplinar-Equipen, auf Basis von Kriterien von einer extremen Strenge, um nur die Diagnose Klinischer Tod zu erwähnen. Ganz präzise Regelungen sind auch durch die Schweizer Akademie der Medizin-Wissenschaft ausgelegt. In diesem Kreise existiert eine Kommission, welche die wissenschaftlichen, ethischen und die menschlichen Aspekte der Organspende bearbeitet hat. Gespräch durch Nina Brissot-Carrel eingezogen |
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